1×2 Wette Erklaerung 2026: Was die Zahlen auf dem Wettschein in der Schweiz bedeuten
Drei Zeichen, ein Spiel, drei mögliche Ausgänge. Die 1×2-Wette ist die aelteste Form der Fussballwette und immer noch die verbreitetste. Wer in der Schweiz auf ein Spiel setzen will, hat nur zwei Tueren: Sporttip von Swisslos und Jouez Sport von Loterie Romande. Beide bieten die klassische Siegwette an, beide nur für Spiele aus einer geschlossenen Liste zugaenglicher Wettbewerbe, beide nur für Bewohnerinnen und Bewohner ihres Versorgungsgebiets. Wer 1, X oder 2 auf den Wettschein schreibt, sollte vorher wissen, was diese Zeichen leisten und was sie nicht leisten können.

Diese Seite ist Stand 20 Oktober 2026, abgeglichen gegen die Spielregeln von Sporttip (Version 4.2) und das Reglement Jouez Sport (17. Ausgabe, September 2024).
Inhaltsverzeichnis
- Verlustlimiten und Selbstsperre – bevor ein Einsatz das Konto verlaesst
- Die 1×2-Wette im Fussball – was die drei Zeichen leisten
- Anbieter-Vergleich: Wer in der Schweiz die 1×2-Wette anbieten darf
- Dreiweg-Wette: die Rechnung dahinter
- Was eine 1×2-Wette mit anderen Maerkten verbindet
- Die Rechtslage: Warum es nur zwei Anbieter sind
- Was die einzelnen Anbieter leisten – und was nicht
- Wie man eine 1×2-Wette liest – der praktische Umgang
- Was diese Seite zusammenfasst
- Häufig gestellte Fragen
Verlustlimiten und Selbstsperre – bevor ein Einsatz das Konto verlaesst
Ein Wettschein beginnt nicht beim Tippen der Quote, sondern bei der Frage, wie viel Geld im schlimmsten Fall fehlen darf. In der Schweiz setzt jede Spielende ihre eigenen Limiten, nicht der Staat. Bei Sporttip müssen vor der ersten Online-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, die Obergrenze liegt bei CHF 9’999 pro Tag oder Woche, für unter 21-Jaehrige bei CHF 1’000; eine Senkung greift sofort, eine Erhoehung erst nach 72 Stunden. Wer moechte, kann zusätzlich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen.

Die Senkung wirkt ohne Wartezeit, weil sie nie nach sich zieht, dass schon gebuchtes Geld neu bewertet werden muss. Die Erhoehung bekommt die 72-Stunden-Frist, weil eine überhöhte Limite genau das Werkzeug ist, mit dem ein impulsiver Abend möglich wird. Wer am Freitagabend nach drei verlorenen Spielen den Sonntag retten will, soll nicht in derselben Sekunde das Doppelte einsetzen können, das er gerade verloren hat. Wer langfristig mehr setzen will, soll es morgens um sechs tun können – aber erst nach drei Tagen, in denen er die Idee noch besitzen kann.
Die Selbstsperre geht einen Schritt weiter. Bei Swisslos laesst sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne vorzeitige Aufhebung. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fuerstentum Liechtenstein. Die Logik dahinter: wer sich aussperrt, soll nicht einfach drei Strassen weiter bei einem anderen Anbieter spielen können. Eine Selbstaussperrung laesst sich nur nach drei Monaten aufheben, mit einer Fachstelle im Verfahren.
Jouez Sport setzt auf dasselbe System, organisiert über die Loterie Romande. Was den Schweizer Markt besonders macht: Selbstsperre ist nicht Marketing, sondern wird im Register quer gegen alle bewilligten Anbieter geprueft. Wer bei Sporttip gesperrt ist, kann nicht ohne Weiteres bei Jouez Sport ein Konto eroeffnen – jedenfalls nicht legal.
Drei Wege, einen Einsatz zu begrenzen, und alle drei gehoeren vor den ersten Tipp gesetzt. Wer ohne Limit spielt, spielt mit Geld, das er zum Leben braucht.
Die 1×2-Wette im Fussball – was die drei Zeichen leisten
Die Siegwette ist die einfachste Form, ein Fussballspiel zu tippen. Drei Zeichen, eine Frage, die das Spiel selbst beantwortet. «1» steht für den Heimsieg, «X» für das Unentschieden und «2» für den Auswärtssieg. Die Auswahl ist ausgeschlossen – entweder das eine, oder das andere, oder das dritte. Der Wettschein kennt kein «vielleicht».
Die Quote jedes Zeichens spiegelt die Wahrscheinlichkeit, die der Buchmacher dem Ausgang beimisst. Eine Quote von 2.10 auf Heimsieg bedeutet, dass das Haus diesen Ausgang seltener erwartet als einen Auswärtssieg zur Quote 3.40. Addiert man die Kehrwerte der drei Quoten und teilt 1 durch diese Summe, erhaelt man die Auszahlungsquote des Marktes, das ist der Anteil der Einsaetze, der im Schnitt zurückfliesst. Was uebrig bleibt, ist die Marge des Buchmachers. Bei einem ausgeglichenen Spiel auf Bundesliga-Niveau liegt die Marge einer 1×2-Wette typischerweise zwischen 5 und 8 Prozent.
Die Quote wird vor dem Spiel festgelegt und gilt für alle Wetten, die bis zum Anpfiff platziert werden. Bei Sporttip gehoert dazu: der Gewinn berechnet sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombiwetten mal Gesamtquote (dem Produkt der Einzelquoten), wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Wer auf Quote 2.50 setzt und CHF 20 riskiert, bekommt bei einem Treffer CHF 50.05 zurück – nicht CHF 50.00 und nicht CHF 50.01. Die kleinen Betraege summieren sich bei Vielspielern, und das Haus rundet zu seinen Gunsten.
Was zählt, ist die reguläre Spielzeit. Bei Sporttip umfasst das die normale Spieldauer zuzueglich Nachspielzeit, beim Fussball also 90 Minuten plus Nachspielzeit. Verlaengerung und Elfmeterschiessen zaehlen nur, wenn das Wettprogramm ausdruecklich darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine 1×2-Wette auf ein Pokalspiel, das in die Verlaengerung geht, wird nach 90 Minuten plus Nachspielzeit entschieden – das Ergebnis nach 120 Minuten ist irrelevant, solange der Wettzettel nicht ausdruecklich «inkl. ET» sagt.
Kombiwetten, Systemwetten und der Kombiboost
Wer mehr als ein Zeichen auf den Schein bringt, baut eine Kombiwette. Die Quoten multiplizieren sich: zwei Zeichen zu 2.00 und 1.80 ergeben eine Gesamtquote von 3.60. Verloren ist die Wette, sobald ein Zeichen falsch ist – es gibt kein «eines von beiden hat gewonnen». Bei Sporttip laesst sich diese Huerde mit Systemwetten abmildern, etwa der Variante «3 aus 4», bei der drei richtige Zeichen von vier ausreichen, aber auch der Einsatz pro Variante mit eingerechnet werden muss.
Der Sporttip-Kombiboost belohnt die Kombination. Er gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 je Voraussage. Bei vier Voraussagen gibt es 5 Prozent Bonus auf den Nettogewinn, bei sieben Voraussagen 20 Prozent, bei zehn Voraussagen 40 Prozent und bei fünfzehn Voraussagen 100 Prozent. Einsatz und Gewinnerhoehung sind limitiert. Wer den Boost mitnimmt, akzeptiert die Bedingung, dass eine Voraussage unter Quote 1.50 den ganzen Bonus zunichtemacht.
Live-Wetten und Cash-Out
Live-Wetten sind Wetten während des Spiels. Bei Sporttip gilt die Wette unabhaengig davon, ob das Ereignis gerade live übertragen wird oder nicht. Wetten, die nach dem tatsaechlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zaehlen mit Quote 1.00, der Einsatz wird zurückerstattet. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten.
Cash-Out ist die Funktion, eine laufende Wette vorzeitig zu beenden. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollstaendiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn bei natuerlichem Ausgang, hängt vom Spielstand ab und kann von Swisslos jederzeit geaendert werden. Ein ausgefuehrtes Cash-Out laesst sich nicht rueckgaengig machen, und Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Maerkte anbieten.
Wann die Wette ungueltig wird
Faellt ein Spiel aus und wird nicht innerhalb von 48 Stunden nachgeholt, ist die Wette ungueltig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhaelt die betroffene Voraussage die Quote 1.00. Wer auf ein Spiel setzt, das im Rahmen eines Turniers ohnehin verschoben wird, etwa ein Regenspiel am Montag, das am Mittwoch stattfindet, bleibt im Spiel.
Wetten, die nach dem tatsaechlichen Ende eines Wettausgangs angenommen wurden – etwa ein Tor faellt um 14:32 Uhr, der Wettschein wird um 14:33 Uhr platziert –, zaehlen mit Quote 1.00. Swisslos hat das Recht, in spielentscheidenden Situationen Wetten mit Quote 1.00 zu werten, also etwa dann, wenn der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt zeigt und noch jemand 500 Franken auf «kein Tor» setzt.
Bet Builder und voneinander abhaengige Ereignisse
Bei Sporttip werden voneinander abhaengige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtuemlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungueltig erklaeren und den Einsatz zurückerstatten. Wer etwa «Tore über 1.5» und «Heimsieg» auf demselben Spiel ohne Bet Builder kombiniert, riskiert die Annahme – und im schlimmsten Fall die Annullierung.
Anbieter-Vergleich: Wer in der Schweiz die 1×2-Wette anbieten darf
In der Schweiz ist Sportwetten ein Grossspiel, und Grossspiele unterliegen dem Geldspielgesetz. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel, und der Bund bzw. die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Jede dieser beiden Veranstalterinnen bedient ihr eigenes Versorgungsgebiet. Wer ausserhalb dieses Gebiets wohnt, kann kein Konto eroeffnen.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Gespa-Bewilligung (BGS) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Gespa-Bewilligung (BGS) | Loterie Romande, Lausanne |
| Boomerang Bet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, gilt nicht in der Schweiz |
| BetLabel | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, gilt nicht in der Schweiz |
| BDMBet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, gilt nicht in der Schweiz |
| Betify | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, gilt nicht in der Schweiz |
| Gamdom | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, gilt nicht in der Schweiz |
| Roobet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, gilt nicht in der Schweiz |
| BC.Game | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, gilt nicht in der Schweiz |
| Unibet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, gilt nicht in der Schweiz |
Diese Liste ist absichtlich zweigeteilt. Die zwei ersten Eintraege sind die einzigen Anbieter, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen. Die uebrigen acht sind internationale Marken, die in anderen Rechtsraeumen bewilligt sein können – Curaçao, Malta, Deutschland –, deren Lizenz aber in der Schweiz keine Geltung hat. Wer dort spielt, spielt auf einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister, ohne Schweizer Beschwerdeweg. Gewinne aus solchen Quellen können je nach Kanton voll als Einkommen besteuerbar sein, ohne Verrechnungssteuer-Abzug durch den Anbieter.
Die Gespa fuehrt eine Sperrliste mit auslaendischen Domains, die Schweizer Internetprovider per DNS blockieren. Einige dieser Anbieter tauchen regelmaessig mit neuen Domains auf, ein Vorgehen, das als Domain-Hopping bezeichnet wird. Wer sich bewusst für einen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung entscheidet, nimmt die damit verbundenen Risiken bewusst in Kauf.
Was das Versorgungsgebiet konkret bedeutet
Swisslos Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fuerstentum Liechtenstein durchgefuehrt. Wer in Genf wohnt, kann kein Sporttip-Konto eroeffnen, und wer in Zuerich wohnt, kann kein Jouez-Sport-Konto eroeffnen.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie hat ihren Sitz in Lausanne und zählt rund 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Wer in der Deutschschweiz wohnt und trotzdem bei Jouez Sport spielen will, geht in eine Verkaufsstelle – online bleibt das Konto verschlossen.
Diese Aufteilung ist historisch gewachsen und hat mit der Logik interkantonaler Vereinbarungen zu tun, nicht mit Marktgroesse oder Produktqualitaet. Sporttip ist nicht «besser» als Jouez Sport, nur weil das Versorgungsgebiet grösser ist. Wer im Einzugsgebiet beider Anbieter wohnt – etwa in einem Kanton, der beiden Vereinbarungen angeschlossen ist –, hat formal keine Wahl; wer ausserhalb wohnt, hat formal gar keine Option.
Einsatz- und Hoechstgewinne im Vergleich
Die Einsatzlimits sind unterschiedlich und nicht verhandelbar. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gruenden aendern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt hoechstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombiwette muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Hoechstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000.
| Limit | Swisslos Sporttip | Loterie Romande Jouez Sport |
|---|---|---|
| Mindesteinsatz Einzel/Kombi | CHF 1 | CHF 2 online, CHF 3 Verkaufsstelle |
| Höchsteinsatz Einzel/Kombi | CHF 1’000 | CHF 500 |
| Höchsteinsatz Systemwette | CHF 10’000 | – |
| Höchsteinsatz Multiple | – | CHF 7’500 |
| Mindestquote Einzel/Gesamt | – | – |
| Maximalquote | – | 100’000 |
| Hoechstgewinn Einzel/Kombi | – | CHF 300’000 |
| Hoechstgewinn Multiple | – | CHF 1’000’000 |
Registrierung und Verifikation
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewoehnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprueft. Wer bei der Registrierung falsche Angaben macht, riskiert die Kontosperrung und die Einbehaltung von Gewinnen.
Bei Loterie Romande ist das Vorgehen vergleichbar, geregelt durch die Spielbedingungen des Anbieters. Die Identitaetspruefung ist Pflicht, anonyme Konten sind nicht möglich, Kryptowaehrungen sind kein Zahlungsmittel. Gewinne und Guthaben werden ausschliesslich auf ein Bank- oder Postkonto im eigenen Namen ausgezahlt.
Zahlungswege
Bei Swisslos laesst sich das Spielguthaben per Online-Zahlungsmoeglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen. Der Mindestbetrag beträgt CHF 20, in 30 Tagen sind hoechstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos akzeptiert PostFinance Pay, wobei die Transaktion direkt in der PostFinance App bestaetigt wird.
Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent belastet werden. Die Ueberweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.
Geltungsdauer und Verfall von Gewinnen
Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Wer sechs Monate lang seinen Gewinn nicht abholt, hat ihn der Lotterie geschenkt.
Dreiweg-Wette: die Rechnung dahinter
Der Gewinn einer 1×2-Wette ist Einsatz mal Quote. Bei einem Einsatz von CHF 20 auf Quote 2.50 beträgt der Ruecklauf CHF 50, der Reingewinn nach Abzug des Einsatzes CHF 30. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten: zwei Zeichen zu 2.00 und 1.80 ergeben eine Gesamtquote von 3.60, der Einsatz von CHF 20 bringt im Erfolgsfall CHF 72.
Das Beispiel zeigt eine Marge: zwei Zeichen zu 2.00 (Heimsieg und Auswärtssieg) sind beide gleich wahrscheinlich, der faire Preis waere 2.00 für jeden, die faire Auszahlungsquote waere 100 Prozent, die Marge Null. Tatsächlich liegt die typische Marge eines 1×2-Marktes bei 5 bis 8 Prozent. Bei Quoten 1.90 / 3.40 / 4.20 etwa beträgt die Auszahlungsquote 1 / (1/1.90 + 1/3.40 + 1/4.20) ≈ 90.45 Prozent, die Marge etwa 9.55 Prozent. Von jedem Franken Einsatz, der auf diesen Markt gesetzt wird, behält das Haus im Schnitt rund 9.5 Rappen.
Was heisst das für den Wettenden? Bei einem Markt mit 6 Prozent Marge und einem Einsatz von CHF 100 auf jedes Zeichen (insgesamt CHF 300) beträgt der erwartete Ruecklauf CHF 282 – ein erwarteter Verlust von CHF 18 pro Spielrunde, ohne dass eine Auswahl getroffen wurde. Die Marge ist der Preis, den der Wettende dem Haus für die Dienstleistung zahlt, und sie schmeckt erst dann nicht, wenn ein Gewinn den Verlust der anderen Male aufwiegt.
Bei Quotenboosts und Profitboosts aendert sich die Rechnung kurzfristig, aber die Grundlogik bleibt. Bei Sporttip gelten Quotenboosts nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhoehen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhoehung limitiert, bei einem Cash-Out verfaellt der Boost.
Was eine 1×2-Wette mit anderen Maerkten verbindet
Die Siegwette steht selten allein. Aus ihr entstehen Varianten, die das Risiko verschieben: Doppelte Chance, Handicap, Ueber-Unter, Ergebniswetten. Was sie gemeinsam haben, ist die Grundfrage nach dem Ausgang des Spiels. Was sie unterscheidet, ist die Art, wie sie die Antwort einsammeln.
Doppelte Chance
Die Doppelte Chance fasst zwei der drei Zeichen zusammen: «1X» bedeutet Heimsieg oder Unentschieden, «X2» Auswärtssieg oder unentschieden, «12» Heimsieg oder Auswärtssieg. Wer «1X» tippt, gewinnt bei jedem Spiel, das nicht mit einem Auswärtssieg endet. Die Quote ist niedriger als bei der reinen Siegwette – typischerweise 1.30 bis 1.60 statt 2.00 bis 4.00 –, dafür ist die Trefferwahrscheinlichkeit hoeher. Wer den Auswärtssieg für wahrscheinlicher haelt, aber das Unentschieden absichern will, waehlt «1X». Wer den Heimsieg für wahrscheinlich haelt, das Unentschieden aber nicht ausschliessen moechte, waehlt «X2».
Der Unterschied zur 1×2-Wette: bei der Doppelten Chance ist die Marge oft etwas hoeher, weil das Haus das Risiko, zwei Ausgänge abdecken zu müssen, einpreist. Wer ein Spiel sieht, bei dem ein Unentschieden «sicher» scheint, aber ein Tor in der Nachspielzeit alles kippen kann, hat in der Doppelten Chance das passendere Werkzeug.
Handicap
Beim Handicap wird einem Team ein Vor- oder Rueckstand in Toren gegeben, bevor die Wette zählt. «Heim -1.5» bedeutet, dass der Heimsieg nur dann gewinnt, wenn das Heimteam mit mindestens zwei Toren Differenz gewinnt; ein 2:1 genuegt nicht. «Auswaerts +1.5» bedeutet, dass jedes Ergebnis zählt, bei dem der Auswaertsclub nicht mit mehr als einem Tor Unterschied verliert, ein 1:2-Auswärtssieg gewinnt also, ein 0:1 nicht, ein 0:2 auch nicht. Die Quote ist hoeher als bei der einfachen Siegwette, weil das Risiko eines knappen Sieges ausgeschlossen wird.
Bei Sporttip ist das asiatische Handicap ueblich, das halbe Tore verwendet und damit den Push – also die Rueckerstattung des Einsatzes bei genau einem Tor Differenz – ausschliesst. Wer das europaeische Handicap mit ganzen Toren sucht, findet es ebenfalls, mit dem Push als zusätzlicher Option.
Ueber-Unter
Ueber-Unter beantwortet eine andere Frage: wie viele Tore fallen im Spiel insgesamt? Ueber 2.5 Tore gewinnt, wenn drei oder mehr Tore fallen, Unter 2.5 gewinnt bei null bis zwei Toren. Auch hier ist die Quote abhaengig von der Einschaetzung, das gleiche Spiel kann bei der Toranzahl-Wette ganz anders notiert sein als bei der Siegwette.
Die Marge auf Ueber-Unter-Maerkten ist tendenziell etwas niedriger als auf 1×2-Maerkten, weil die Zahl der Ausgänge kleiner ist. Bei drei Ausgaengen (Unter 2.5, Gleich 2.5, Ueber 2.5) ist die faire Marge leichter zu kalkulieren als bei drei Ausgaengen, von denen jeder ein konkretes Ergebnis ist.
Ergebniswetten
Die Ergebniswette fragt nach dem genauen Endstand: 1:0, 2:1, 3:2, und so weiter. Die Quote ist hoch – ein 3:2 kann Quote 15 bis 25 erreichen –, die Trefferwahrscheinlichkeit niedrig. Wer ein bestimmtes Ergebnis kommen sieht, weil etwa der Heimclub die ersten 20 Minuten dominiert und der Auswaertsclub auf Konter setzt, kann mit der Ergebniswette ein Vielfaches der einfachen Siegwette mitnehmen.
Risiko und Ertrag sind hier am weitesten auseinander. Eine Ergebniswette mit zehn Kombinationen – etwa alle Ergebnisse von 1:0 bis 3:3 – ist eine teure Wette auf eine These, die nur selten exakt aufgeht.
Die Rechtslage: Warum es nur zwei Anbieter sind
Die Schweiz hat den Sportwettenmarkt bewusst eng gehalten. Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) ordnet Online-Sportwetten als Grossspiel ein und unterstellt sie der Aufsicht durch die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern). Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Es gibt keine weitere Liste bewilligter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos und die Loterie Romande. Beide sind interkantonale bzw. interkantonal agierende Genossenschaften, beide unterstehen der Gespa-Aufsicht. Diese Begrenzung ist keine Wettbewerbsschwaeche, sondern bewusste Spielerschutzpolitik: zwei bekannte Anbieter lassen sich besser kontrollieren als ein offener Markt.
Eine auslaendische Lizenz – ob aus Curaçao, Malta oder Deutschland – hat in der Schweiz keine Geltung. Wer dort spielt, spielt ohne Schweizer Bewilligung. Das ist keine Formsache: bei einer Auszahlung an einen Anbieter ohne Schweizer Lizenz kann die Gespa den Anbieter auf die Sperrliste setzen, der Schweizer Internetanbieter sperrt die Domain per DNS, und der Zugang ist versperrt. Bei Gewinnen aus solchen Quellen gibt es zudem keine Verrechnungssteuer, weil kein Schweizer Anbieter sie einbehaelt – und je nach Kanton kann das volle Einkommen steuerpflichtig sein.
Was gewettet werden darf
Erlaubt sind nur Sportereignisse, und zwar nur solche aus der Gespa-Liste zugaenglicher Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Fassung 10.09.2026). Qualifikationsspiele zaehlen nur, wenn sie gelistet sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Qualifikation zu einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet. Trainingslaeufe sind nicht wettbar. Eckball- und Kartenmaerkte sind in der Liste nicht enthalten, E-Sports schon gar nicht. Ereignisse mit überwiegend Minderjaehrigen sind ausgeschlossen.
Was erlaubt ist, aendert sich. Die Gespa-Liste wird regelmaessig aktualisiert, ein Maerkt, der gestern fehlte, kann morgen aufgenommen sein. Wer eine Wette platzieren will, die nicht im Wettschein auftaucht, kann beim Anbieter nachfragen – eine Aufnahme in die Liste braucht eine Gespa-Seite, nicht nur den Willen des Anbieters.
Wer mitmachen darf
Sportwetten sind in der Schweiz ab 18 Jahren erlaubt. Minderjaehrige sind online ausgeschlossen (Art. 72 BGS). Pro Person ist ein Konto zulaessig, mit verifizierter Identitaet (Art. 47-52 VGS). Spielsperren werden in einem gemeinsamen Register gesperrter Personen gefuehrt, auf das alle bewilligten Anbieter zugreifen. Wer ausgeschlossen ist, hat keinen Anspruch auf Einsaetze oder Gewinne.
Die Gespa hat im Jahr 2025 Testkaeufe an Verkaufsstellen durchgefuehrt: in 47,5 Prozent von 200 Faellen wurde an Minderjaehrige verkauft. Das ist kein Argument gegen die Schweizer Loesung, aber ein Hinweis darauf, dass der Schutz an der Verkaufsstelle schwankt. Online ist die Huerde hoeher, weil die Identitaetspruefung vor der ersten Einzahlung stattfindet.
Werbung und Bonus
Werbung für nicht in der Schweiz bewilligte Sportwetten ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Wer einen auslaendischen Anbieter bewirbt, macht sich strafbar, nicht der Anbieter. Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); im Jahr 2025 hat die Gespa 24 Zustimmungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Bonushauptbedingungen stammen ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.
Steuern auf Gewinnen
Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei, darueber wird die Verrechnungssteuer erhoben. Die bundesweite Grenze liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400); die kantonale Grenze weicht ab, und es gilt «je nach Kanton». Wer oberhalb der Grenze gewinnt, bekommt vom Anbieter 35 Prozent Verrechnungssteuer abgezogen und kann sie über die Steuererklaerung zurückholen. Wer unterhalb der Grenze gewinnt, hat keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn.
Gewinne von auslaendischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, weil kein Schweizer Anbieter sie einbehaelt. Die kantonale Steuerpraxis – etwa Thurgau – behandelt Gewinne aus auslaendischen Grossspielen als voll steuerpflichtiges Einkommen, ohne Ruecksicht auf die Hoehe. Die einfache Faustregel: grosse Gewinne aus Schweizer Anbietern sind durch den Freibetrag und die Verrechnungssteuer gut steuerlich eingeordnet, Gewinne aus auslaendischen Anbietern sind es nicht.
Was die einzelnen Anbieter leisten – und was nicht
Swisslos Sporttip
Sporttip ist der Online-Auftritt von Swisslos für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein. Die Anbieter hat eine Gespa-Bewilligung als Veranstalterin und für jedes angebotene Spiel, untersteht der interkantonalen Aufsicht und ist an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen. Wer im Versorgungsgebiet wohnt, kann sich online registrieren, die Identitaetspruefung erfolgt per Ausweis-Upload, die Verlustlimiten werden vor der ersten Einzahlung gesetzt.
Die 1×2-Wette ist das Kernprodukt. Live-Wetten sind möglich, Cash-Out nur online und nur vollstaendig, Kombiboost bei mindestens vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50, Quotenboosts und Profitboosts für definierte Ereignisse. Die Einsatzlimits sind CHF 1 Minimum, CHF 1’000 Maximum pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000 pro Systemwette. Hoechstgewinne sind in den Spielregeln nicht pauschal gedeckelt, einzelne Boosts haben eigene Erhoehungslimits.
Wer eine breite Palette an Maerkten sucht – viele Laender, viele Wettbewerbe, exotische Handicap-Varianten –, ist bei Sporttip gut aufgehoben. Wer aus einem Kanton ausserhalb des Versorgungsgebiets kommt, hat keine Chance auf ein Online-Konto und ist auf die Verkaufsstelle angewiesen. Die Verkaufsstelle hat ein anderes Angebot als online, in der Regel ohne Cash-Out und mit anderen Limits.
Vom Preis-Leistungs-Verhaeltnis her ist Sporttip die solide Mitte: keine Best-quote-Garantie, keine 100-Prozent-Auszahlung, aber stabile Quoten, ein klarer Rahmen, ein Anbieter, der weiss, dass die Gespa mitliest. Wer eine 1×2-Wette platzieren will, ohne sich mit Offshore-Anbietern auseinanderzusetzen, ist hier richtig.
Loterie Romande Jouez Sport
Jouez Sport ist der Online-Auftritt der Loterie Romande für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Anbieterin hat dieselbe Gespa-Bewilligung wie Swisslos, denselben rechtlichen Rahmen, ein etwas anderes Produktsortiment. Die Mindesteinsaetze sind mit CHF 2 online und CHF 3 in der Verkaufsstelle etwas hoeher als bei Sporttip, die Hoechstinsaetze mit CHF 500 pro Einzel- oder Kombiwette niedriger. Dafür sind die Hoechstgewinne klar gedeckelt: CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 1’000’000 pro Multiple.
Die Wettstruktur ist konservativer als bei Sporttip, mit einer Gesamtquotenobergrenze von 100’000 und einer Mindestquote von 1.10. Für Gelegenheitswettende, die nicht jenseits von Quote 50 spielen, aendert das nichts. Für Systemwetter, die viele Voraussagen kombinieren, bedeutet es, dass die Gesamtquote frueher gedeckelt wird.
Das Verkaufsstellennetz ist in der Westschweiz dicht, mit 2’350 Verkaufsstellen für etwa 1,2 Millionen potenzielle Kundinnen und Kunden. Wer in einem Westschweizer Kanton wohnt, hat die Wahl zwischen Online und Verkaufsstelle; wer einen Wettschein moechte, den er in Papierform mit nach Hause nimmt, geht zur Verkaufsstelle. Online bleibt das Angebot hinter Sporttip zurück, nicht weil Jouez Sport schlechter ist, sondern weil das bewilligte Spielprogramm im Westschweizer Markt traditionell etwas schmaler ausfaellt.
Vom Spielerschutz her ist Jouez Sport gleich aufgestellt wie Sporttip: Verlustlimiten, Spielsperre, Selbstausschluss mit Fachstelle, Steuerfreibetrag, Verrechnungssteuer. Wer in der Westschweiz wohnt, bekommt ein gleichwertiges Produkt mit leicht anderer Auspraegung.
Boomerang Bet
Boomerang Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Die Marke operiert mit einer Lizenz, die in der Schweiz keine Geltung hat (Art. 4 BGS). Wer dort spielt, tut dies ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister, ohne Schweizer Beschwerdeweg. Bei einer Sperrung durch die Gespa wird die Domain vom Schweizer Internetanbieter per DNS blockiert; der Anbieter weicht dann regelmaessig auf neue Domains aus, was die Sperre nicht aufhebt, aber den Zugang kurzfristig wiederherstellt.
Wer ein Konto eroeffnet, hinterlegt persoenliche Daten bei einem Anbieter ausserhalb des Schweizer Rechtsraums. Gewinne werden nicht von der Verrechnungssteuer erfasst und können je nach Kanton als Einkommen steuerpflichtig sein. Die Frage, ob die Quote besser ist als bei Sporttip, laesst sich nicht pauschal beantworten – internationaler Wettbewerb drueckt die Margen, aber er hebt auch die Pflicht zur Einhaltung Schweizer Spielerschutzregeln auf.
BetLabel
BetLabel hat keine Schweizer Bewilligung. Der Anbieter ist auf dem Markt, weil er international Lizenzen hat; in der Schweiz gilt er als unbewilligt, mit derselben Folge wie Boomerang Bet: keine Verrechnungssteuer, kein Schweizer Ausschlussregister, mögliche Steuerpflicht im Kanton. Die Gespa kann die Domain blocken, der Anbieter weicht auf neue Domains aus.
BDMBet
BDMBet hat keine Schweizer Bewilligung. Auch hier: Lizenz im Ausland, keine Geltung in der Schweiz, gleiches Risikoprofil wie die uebrigen Offshore-Anbieter.
Betify
Betify hat keine Schweizer Bewilligung. Die Marke operiert mit internationaler Lizenz, in der Schweiz gilt sie als unbewilligt. Wer dort spielt, nimmt die fehlende Schweizer Aufsicht in Kauf.
Gamdom
Gamdom hat keine Schweizer Bewilligung. Gamdom ist urspruenglich als Casino-Marke gestartet und hat Sportwetten ergaenzt; auch hier ist die Schweizer Aufsicht nicht vorhanden, der Zugang über Schweizer DNS gesperrt oder sperrbar.
Roobet
Roobet hat keine Schweizer Bewilligung. Roobet ist als Kryptowaehrungs-Casino gestartet und hat ebenfalls Sportwetten im Programm. In der Schweiz sind Kryptowaehrungen als Zahlungsmittel bei bewilligten Anbietern nicht zulaessig; bei Offshore-Anbietern bleibt es dem Anbieter überlassen, ob er Krypto akzeptiert. Die fehlende Schweizer Aufsicht ist das Hauptrisiko.
BC.Game
BC.Game hat keine Schweizer Bewilligung. BC.Game ist ebenfalls als Krypto-Casino mit Sportwetten gestartet, mit Lizenzen ausserhalb der Schweiz. Die Risiken sind identisch mit denen von Roobet und Gamdom: keine Schweizer Aufsicht, keine Verrechnungssteuer, je nach Kanton mögliche Steuerpflicht.
Unibet
Unibet hat keine Schweizer Bewilligung. Unibet ist eine der grössten internationalen Sportwettenmarken, mit Lizenzen in mehreren EU-Staaten, in der Schweiz aber ohne Bewilligung. Auch hier gilt: die auslaendische Lizenz hat keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS), der Zugang ist über die Gespa-Sperrliste blockierbar.
Was die Liste zusammengenommen bedeutet
Die acht Offshore-Anbieter unterscheiden sich in der Herkunft ihrer Lizenz, im Produktschwerpunkt (Casino plus Sportwetten oder nur Sportwetten), in der Zahlungsabwicklung (Krypto oder klassisch), aber nicht im Schweizer Status: keine Schweizer Bewilligung, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Verrechnungssteuer. Wer dort spielt, bewegt sich ausserhalb des Schweizer Rechtsraums, mit allen Konsequenzen für Steuern, Spielerschutz und Beschwerdewege.
Wer aus irgendwelchen Gruenden einen Offshore-Anbieter nutzt – eine Wette, die in der Schweiz nicht zugaenglich ist, eine Quote, die deutlich abweicht, eine Sportart, die nicht in der Gespa-Liste steht –, sollte sich bewusst sein, dass die Schweizer Aufsicht dort nicht greift. Die internationale Lizenz schuetzt vor auslaendischen Behoerden, nicht vor der Gespa.
Wie man eine 1×2-Wette liest – der praktische Umgang
Wer am Wochenende Bundesligaspiele tippt, hat mit 1×2-Wetten einen klaren Rahmen. Drei Zeichen, drei Quoten, eine Frage. Die Versuchung, mehr Zeichen zu kombinieren, ist real – der Kombiboost bei Sporttip belohnt vier, sieben, zehn oder fünfzehn Voraussagen mit steigenden Bonus-Prozenten. Aber je mehr Voraussagen kombiniert werden, desto hoeher die Wahrscheinlichkeit, dass eine davon falsch liegt. Bei einer angenommenen Trefferquote von 55 Prozent pro Zeichen liegt die kombinierte Trefferquote bei vier Zeichen bereits bei etwa 9 Prozent, bei sieben Zeichen bei etwa 1,5 Prozent.
Die Mindestquote von 1.50 im Sporttip-Kombiboost schraenkt die Auswahl zusätzlich ein. Eine Voraussage unter 1.50 bringt keinen Boost, eine Voraussage über 1.50 ist aus Sicht des Wettenden eine Wette, die er für wahrscheinlicher als 2:1 haelt. Wer den Boost nutzt, sucht nicht die sichere Wette, sondern die Wette, die wahrscheinlich genug ist, um die Kombination zu tragen.
Bei Live-Wetten ist die Dynamik eine andere. Wer nach dem 1:0 in der 30. Minute auf das 2:0 setzt, wettet auf ein Ereignis, dessen Quote gerade gefallen ist – typischerweise von 2.50 auf 1.80. Wer zu frueh auf das nächste Tor setzt, zahlt eine zu hohe Quote, die das Risiko nicht rechtfertigt. Cash-Out nimmt die Wette vorzeitig heraus, mit einem Abschlag auf den potenziellen Vollgewinn. Bei Sporttip ist der Cash-Out-Betrag tiefer als der mögliche Wettgewinn, hängt vom Spielstand ab und kann jederzeit geaendert werden – das Haus hat das letzte Wort.
Wer auf Unentschieden setzt, sollte wissen, dass «0» und «X» dasselbe bedeuten. Die Schreibweise variiert nach Anbieter: Sporttip verwendet X, Jouez Sport ebenfalls, andere Anbieter schreiben «N» (francais nul). Auf dem Wettschein zählt nur, was der Anbieter als Zeichen anerkennt.
Was diese Seite zusammenfasst
Die 1×2-Wette ist die Grundform. Drei Zeichen, drei Quoten, ein Ausgang. In der Schweiz ist die Auswahl an Anbietern auf zwei begrenzt: Sporttip und Jouez Sport, jeder mit eigenem Versorgungsgebiet, eigener Geschichte, eigenen Limits. Wer im Versorgungsgebiet wohnt, hat die Wahl zwischen beiden – oder genauer: er hat Zugang zu genau dem Anbieter, in dessen Versorgungsgebiet er wohnt.
Was die Seite nicht ist: ein Tipp, wer das nächste Spiel gewinnt. Niemand weiss das. Die Quoten spiegeln die Einschaetzung des Hauses, sie sind kein Versprechen. Wer auf eine Quote von 2.50 setzt, gewinnt nicht in 40 Prozent der Faelle, sondern bei einem von zwei Drei spruchnischen Faellen, in denen das Haus ihn falsch eingeschatzt hat – und das Haus schaetzt selten falsch, weil die Marge eingepreist ist.
Die Seite ist auch keine Werbung für Offshore-Anbieter. Wer bei Boomerang Bet, BetLabel, BDMBet, Betify, Gamdom, Roobet, BC.Game oder Unibet spielt, spielt ohne Schweizer Aufsicht, ohne Schweizer Verrechnungssteuer und mit möglicher kantonaler Steuerpflicht auf Gewinne. Das ist kein moralisches Urteil, sondern eine rechtliche Beschreibung.
Was bleibt: das Wissen, dass die 1×2-Wette die Grundform ist, dass die Quote rechenbar ist, dass die Marge das ist, was das Haus von jedem Einsatz behält, dass die Schweizer Loesung zwei Anbieter mit klaren Regeln ist, und dass auch der klarste Rahmen das Risiko nicht aufhebt, sondern nur sichtbar macht.
Häufig gestellte Fragen
Was heisst 1×2 bei Sportwetten?
Die 1×2-Wette ist die klassische Siegwette mit drei möglichen Ausgaengen: «1» für Heimsieg, «X» für Unentschieden und «2» für Auswärtssieg. Die Quote jedes Zeichens spiegelt die Wahrscheinlichkeit, die der Anbieter dem Ausgang beimisst. Wer eines der drei Zeichen tippt, gewinnt genau dann, wenn das Spiel mit dem getippten Ausgang endet, andernfalls ist der Einsatz weg.
Wofür stehen die Zeichen 1, X und 2 auf dem Wettschein?
«1» steht für Heimsieg, das heisst die Heimmannschaft gewinnt nach regulaerer Spielzeit. «X» steht für Unentschieden, das Spiel endet ohne Sieger nach regulaerer Spielzeit. «2» steht für Auswärtssieg, das heisst die Gastmannschaft gewinnt nach regulaerer Spielzeit. Verlaengerung und Elfmeterschiessen zaehlen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist.
Was bedeutet 1×2 bei Sportwetten im Unterschied zur Doppelten Chance?
Die Doppelte Chance fasst zwei der drei Zeichen zusammen: «1X» bedeutet Heimsieg oder Unentschieden, «X2» Auswärtssieg oder Unentschieden, «12» Heimsieg oder Auswärtssieg. Die Quote ist niedriger als bei der reinen Siegwette, dafür ist die Trefferwahrscheinlichkeit hoeher. Wer ein Spiel sieht, bei dem ein Unentschieden plausibel ist, aber ein Auswärtssieg möglich, waehlt «1X»; wer den Heimsieg erwartet, aber das Unentschieden absichern will, waehlt «X2».
Zaelt bei einer Dreiweg-Wette auf Fussball die Verlaengerung oder nur die reguläre Spielzeit?
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die normale Spieldauer plus Nachspielzeit, beim Fussball also 90 Minuten plus Nachspielzeit. Verlaengerung und Elfmeterschiessen zaehlen nur, wenn das Wettprogramm ausdruecklich darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine 1×2-Wette auf ein Pokalspiel wird nach 90 Minuten plus Nachspielzeit entschieden, das Ergebnis nach 120 Minuten ist irrelevant, solange der Wettzettel nicht ausdruecklich «inkl. ET» sagt.
Wie wird der Gewinn einer 1×2-Wette aus Einsatz und Quote berechnet?
Der Gewinn ist Einsatz mal Quote, bei Kombiwetten mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Bei einem Einsatz von CHF 20 auf Quote 2.50 beträgt der Ruecklauf CHF 50, der Reingewinn nach Abzug des Einsatzes CHF 30. Bei Sporttip wird das Ergebnis zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einer Quote von 2.50 und CHF 20 Einsatz bekommt der Wettende CHF 50.05.
Welche Anbieter dürfen 1×2-Wetten in der Schweiz anbieten, und was steht auf der Liste der zugaenglichen Wettbewerbe?
In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport Sportwetten anbieten. Beide haben eine Gespa-Bewilligung nach dem Geldspielgesetz und unterstehen der interkantonalen Aufsicht. Gewettet werden darf nur auf Sportereignisse aus der Gespa-Liste zugaenglicher Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die regelmaessig aktualisiert wird. Andere Anbieter, die in der Schweiz Sportwetten anbieten, sind unbewilligt; ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste stehen und vom Schweizer Internetanbieter per DNS blockiert werden.
Erstellt von der Redaktion von „Wettprognoseportal”.
