Australian Open Wetten in der Schweiz: was erlaubt ist, wer anbietet und was ein Quote kostet
Wer in der Schweiz auf die Australian Open wetten will, hat exakt zwei Anlaufstellen – und beide sind staatlich bewilligte Lotteriegesellschaften, keine klassischen Buchmacher. Das unterscheidet den Schweizer Markt von praktisch jedem anderen in Europa, und es verändert, was eine Wette auf ein Grand-Slam-Match in Melbourne überhaupt sein kann. Hier erfahren Wettende, was das Turnier für sie bedeutet, welche Wettarten Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport anbieten, wie die Quoten funktionieren und was der rechtliche Rahmen für Interessierte bedeutet.

Datenstand: 20 Oktober 2026 · Geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen Sporttip (Version 4.2) sowie die Bedingungen für die Online-Teilnahme Swisslos (gültig ab 13. Januar 2025).
Inhaltsverzeichnis
- Rechtslage: wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf
- Was darf gewettet werden – und was nicht
- Verantwortung und Spielerschutz: Limits, Spielsperre, Selbstkontrolle
- Wetten verstehen: Wettarten, Quoten und Marge
- Das Turnier: Australian Open – was Wettende über Melbourne wissen müssen
- Vergleich: Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport Seite an Seite
- Operator-Steckbriefe: was die zwei bewilligten Veranstalter konkret bieten
- Steuern und Auszahlung: was am Ende vom Gewinn übrig bleibt
- Wer auf die Australian Open wetten will – und wer nicht
- Häufige Fragen
Rechtslage: wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf
Die zentrale Aussage ist kurz. In der Schweiz dürfen Sportwetten nur zwei Veranstalter anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide stützen sich auf das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), das am 1. Januar 2019 in Kraft trat, und auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Aufsichtsbehörde ist die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) in Bern – nicht die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt.

Warum es nur zwei sind: Das BGS verlangt eine Veranstalterbewilligung und pro Spiel eine Spielbewilligung. Die Kantone haben festgelegt, dass neben den Lotterien für Sportwetten genau diese zwei Organisatoren zugelassen sind. Eine Bewilligung «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS) – ausländische Lizenzen aus Malta, Curaçao oder Deutschland haben hier keine Wirkung. Wer aus dem Ausland in die Schweiz hinein anbietet, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe, im gewerbsmässigen Fall bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS), und die Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist mit Busse bis zu CHF 500’000 sanktioniert (Art. 131 BGS). Domain-Sperren sind eine eigene Sache: Die Gespa führt eine Sperrliste, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren – Ende 2025 standen 671 Domains darauf.
Die praktische Konsequenz: Wer sich online bei Sporttip oder Jouez Sport anmelden will, muss Wohnsitz im Vertragsgebiet des jeweiligen Veranstalters haben. Swisslos deckt die Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH) plus Tessin und das Fürstentum Liechtenstein ab. Loterie Romande bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, mit Sitz in Lausanne (Avenue de Provence 14) und 2’350 Verkaufsstellen in der Romandie.
Wichtig für die Wahl: Wer im Tessin wohnt, fällt automatisch in das Swisslos-Gebiet; wer in Genf wohnt, automatisch zu Loterie Romande. Wer als Wochenaufenthalter im einen Kanton wohnt und im anderen arbeitet, meldet sich dort an, wo der Wohnsitz liegt. Die beiden Veranstalter sind keine Konkurrenten im klassischen Sinn – sie teilen den Markt geografisch auf.
Was darf gewettet werden – und was nicht
Das BGS legt nicht nur fest, wer anbieten darf, sondern auch, worauf gewettet werden darf. Erlaubt sind ausschliesslich Sportereignisse – Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind ausgeschlossen. Über die konkreten Märkte entscheidet die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version 10.09.2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS).

Diese Liste ist ein geschlossener Katalog, kein offener Markt. Qualifikationsrunden sind nur bewilligt, wenn sie in der Liste stehen. Damenwettbewerbe sind nur bewilligt, wenn sie in der Liste stehen. Rangwetten sind nur erlaubt, wenn die Rangierung über die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet – Trainingsläufe dürfen nicht gewettet werden. Eckball- oder Kartenmärkte wie im Fussball sucht man auf der Liste ebenso vergeben wie einen Esports-Abschnitt: Esports taucht in der Gespa-Liste nicht auf. Anlässe, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).
Für die Australian Open heisst das: Das Turnier selbst ist als Grand Slam gelistet, die wesentlichen Märkte – Sieger eines Matches, Satzwetten, Gesamtanzahl Spiele, teilweise Handicaps – sind verfügbar. Was nicht in der Liste steht, kann auch Sporttip nicht anbieten; Cash-Out auf einen Eckballmarkt in einem Fussballspiel zeigt nur, warum solche Spezialmärkte in der Schweiz kein Thema sind.
Live-Wetten sind erlaubt, Prematch und live, soweit der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hält. Eine gesetzliche Einschränkung auf bestimmte Live-Märkte besteht im BGS nicht. Cash-Out ist hingegen nicht eigens reguliert – es ist eine Funktion des Anbieters und darf nur so beschrieben werden, wie sie im jeweiligen Angebot funktioniert.
Verantwortung und Spielerschutz: Limits, Spielsperre, Selbstkontrolle
Ein Wettsystem, das nur aus Regeln besteht, schützt niemanden. Was den Schweizer Rahmen von vielen ausländischen Märkten unterscheidet, ist die Verbindung aus drei Bausteinen: harte Identitätsprüfung, selbst gesetzte Verlustlimiten und eine zentrale Spielsperre.
Identität und Zugang
Online-Registrierung bei Swisslos verlangt mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre und genau eine Registrierung pro Person. Die Personendaten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer minderjährig ist, hat von Gesetzes wegen keinen Zugang (Art. 72 BGS), und wer auf einen Anlass wettet, an dem er selbst als Athlet oder Athletin teilnimmt, ist von der Wette auf genau diesen Anlass ausgeschlossen.
Verlustlimiten
Bevor bei Sporttip die erste Wette platziert wird, müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden. Die Obergrenze für volljährige Personen liegt bei CHF 9’999 pro Periode; für unter 21-Jährige gilt eine eigene Grenze von CHF 1’000. Eine Senkung der Limite greift sofort; eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – das gilt auch dann, wenn das Gesetz nur 24 Stunden verlangt, denn die Swisslos-Bedingungen sind die strengeren. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich, die unabhängig vom Spielverlauf die Bewegungen auf dem Konto begrenzt.
Loterie Romande folgt derselben Logik mit eigenen Grenzwerten. Einen festen, vom Staat vorgegebenen Einsatz- oder Verlustdeckel wie in manchen europäischen Märkten gibt es in der Schweiz nicht.
Spielsperre und Sperrregister
Swisslos lässt den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos inklusive Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein (Art. 80–82 BGS). Eine freiwillige Sperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), wobei eine Fachstelle involviert ist (Art. 81 BGS). Wer sich für eine Pause von bis zu sechs Monaten entscheidet, hat darauf Anspruch (Art. 89 VGS).
Für die Wettenden heisst das: Eine Spielsperre bei Sporttip sperrt, wenn unbefristet, das ganze Konto plus alle anderen Schweizer Geldspielangebote – und das Casino in Lausanne ebenso wie das Online-Casino von Grand Casino Bern. Wer gesperrt ist und trotzdem spielt, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).
Was eine Spielsperre konkret kostet – und was nicht
Drei Kosten sind im Schweizer System explizit nicht vorhanden: Es fällt keine Wettsteuer auf den Einsatz an. Es gibt keine staatliche Sperre am Verkaufsautomaten (die Gespa hat in Testkäufen 2025 in 47,5 % von 200 Fällen erfolgreich an Minderjährige verkauft – der Schutz hängt am Konto, nicht am Kanal). Und es gibt kein Schweizer Payment-Blocking gegen ausländische Buchmacher: Karten und Banken sperren solche Zahlungen nicht von sich aus.
Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, der in der Schweiz keine Bewilligung hat, hat keine Schweizer Anlaufstelle bei Streit, keinen Eintrag im Schweizer Sperrregister auf der Anbieterseite und keine Garantie, dass die Auszahlung überhaupt kommt. Die Konsequenz für den Geldbeutel liegt nicht im Gewinn, sondern im Verlustfall ohne Rückgriffsmöglichkeit.
Wetten verstehen: Wettarten, Quoten und Marge
Quoten und Marge sind das, was jede Wette tatsächlich kostet. Wer hier nicht mitrechnet, zahlt den Preis, ohne es zu merken. Drei Begriffe tauchen in jeder Wette auf, und jeder hat eine klare Bedeutung.
Einzelwette, Kombiwette, Systemwette
Eine Einzelwette setzt auf eine Voraussage in einem Anlass – Sieger eines Matches, Sieger eines Satzes, Über/Unter Spiele. Eine Kombiwette kombiniert mehrere Voraussagen in einem Wettschein; die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten, und der Gewinn berechnet sich aus Einsatz mal Gesamtquote. Eine Systemwette fasst mehrere Kombinationen aus denselben Voraussagen zusammen – höhere Trefferchance bei niedrigerem Gewinn im Vergleich zur Vollkombination.
Bei Sporttip sind die Mindest- und Höchsteinsätze klar definiert: CHF 1 ist der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten, CHF 1’000 der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann die Limite jederzeit und ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Gewinn und Auszahlung
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote (dem Produkt der Einzelquoten). Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das ist die Standardauszahlung – jede Promotion, die etwas anderes verspricht, ist eine Abweichung vom Standard und an eigene Bedingungen geknüpft.
Kombiboost: was er kostet, was er bringt
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn staffelt sich: 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert; was genau, steht in den Spielregeln.
Wichtig für die Einordnung: Der Boost ist ein Bonus auf den Nettogewinn, nicht eine Quotensteigerung. Bei fünfzehn Voraussagen zu Quote 1.50 wäre die Gesamtquote bereits 1.50^15, was rechnerisch extrem hoch liegt – aber jeder hinzugefügte Selektor erhöht das Risiko, dass eine Voraussage falsch ist. Der Boost entschädigt nur, wenn alle Voraussagen eintreffen; er ist kein Ausgleich für eine riskante Auswahl.
Die Marge im Quote verstehen
Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter vom Gesamteinsatz behält. Wer ein Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1.90 / 1.90 anbietet, schüttet nicht 100 % der Einsätze aus, sondern weniger. Rechnerisch:
- Auszahlungsquote des Marktes = 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (1,0526) ≈ 0,9501
- Marge = 100 % − 95,01 % ≈ 4,99 %
Die Faustregel für ein symmetrisches Zwei-Wege-Markt liegt damit nahe 5 %, häufig zwischen 3 % und 7 % bei grossen Tennisturnieren. Wer auf einen deutlich engeren Markt setzt – klarer Favorit gegen klaren Aussenseiter – liegt in der Marge höher, oft 7 % bis 10 %, weil das Verhältnis der Quoten die mathematische Marge nach oben zieht. Bei Live-Wetten tendiert die Marge dazu, höher zu liegen als Prematch, da der Anbieter das Risiko der kurzfristigen Anpassung einkalkuliert.
Was heisst das konkret? Bei einer Marge von 5 % werden auf lange Sicht 95 Rappen pro eingesetztem Franken als Gewinn ausgeschüttet – und 5 Rappen verbleiben beim Veranstalter. Wer langfristig wettet, spielt gegen diese 5 %. Wer einmal auf ein Match setzt, merkt davon nichts. Wer oft setzt, häuft den Nachteil an.
Cash-Out: was es kostet, wenn es «sicher» wirkt
Cash-Out bei Sporttip funktioniert für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Der Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn bei regulärem Wettabschluss und hängt vom laufenden Stand der Ereignisse ab. Swisslos muss Cash-Out nicht für jeden Markt garantieren.
Was das wirtschaftlich heisst: Cash-Out ist eine einseitige Option, die der Anbieter dem Kunden anbietet. Der Preis ist so kalkuliert, dass er für den Anbieter profitabel ist – Cash-Out ist eine Versicherung des Anbieters gegen den Kunden, nicht umgekehrt. Wer Cash-Out regelmässig nutzt, bezahlt die Marge doppelt: einmal im ursprünglichen Wettschein, einmal im Spread zwischen Cash-Out-Wert und tatsächlichem Gewinn bei Nichtnutzung.
Bet-Builder und abhängige Ereignisse
Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Wer etwa auf «Sieg A, Über 9,5 Spiele, Tiebreak im ersten Satz» in ein und demselben Match wetten will, geht durch den Bet-Builder. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne die Funktion an, kann die Gesellschaft die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Für die Tenniswette heisst das: Wer auf mehrere Aspekte desselben Matches setzen will, soll den Bet-Builder nutzen – nicht eigene Kombinationen zusammenstellen, da diese technisch nicht zulässig sind.
Das Turnier: Australian Open – was Wettende über Melbourne wissen müssen
Die Australian Open sind das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres. Wer auf sie wettet, muss die Struktur des Turniers kennen, weil die Wettmärkte sich daran ausrichten.
Belag und Spielmodus
Die Australian Open werden im Melbourne Park in Melbourne auf Hartplatz ausgetragen. Bis 2007 war der Belag Rebound Ace, ab 2008 Plexicushion, seit 2020 GreenSet. Der Belag ist schneller als Sand und langsamer als Rasen – was die Wettlinien beeinflusst, weil bei einem ausgeglichenen Match mehr Spiele pro Satz anfallen als auf Sand.
Bei den Herren wird auf drei Gewinnsätze gespielt, bei den Damen auf zwei. Bei 6:6 wird ein Tiebreak gespielt; im Entscheidungssatz gibt es einen Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Dieser Match-Tiebreak entscheidet das Match, wenn es nach den regulären Sätzen unentschieden steht – für ein Beispiel: Bei den Herren spielten Alcaraz und Djokovic 2023 fünf Sätze, im fünften mit Match-Tiebreak.
Ausgaben 2026 und 2027
Die Australian Open 2026 fanden vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne statt; gewonnen wurden sie von Carlos Alcaraz im Herreneinzel und Jelena Rybakina im Dameneinzel. Die Ausgabe 2027 ist für den 17. bis 31. Januar 2027 angesetzt.
Rekorde und Geschichte
Das erste Turnier der Australian Open wurde im November 1905 ausgetragen; die Australasian Lawn Tennis Association war 1904 gegründet worden. In der Open Era (ab 1969) hält Novak Djokovic mit 10 Titeln den Rekord im Herreneinzel, bei den Damen Serena Williams mit 7 Titeln. Margaret Court gewann insgesamt 11 Einzeltitel – darunter jene aus der Zeit vor der Open Era.
Wie die Spielstruktur den Wettmarkt prägt
Drei Punkte entscheiden, was sich bei den Australian Open wettmässig anders verhält als bei anderen Hartplatzturnieren:
- Die Best-of-Five-Form bei den Herren verlängert Matches: Ein Fünf-Satz-Match produziert mehr Spiele, mehr Breakchancen und grössere Margenbewegungen im Live-Markt als ein Drei-Satz-Match bei den Damen.
- Der Match-Tiebreak im Entscheidungssatz verkürzt das Risiko: Theoretisch kann das Match nie in die Länge gehen; bei den Herren ist die maximale Spieldauer gedeckelt, was die Anzahl Spiele pro Match statistisch nach oben zieht.
- Die Sommerzeit in Melbourne – die zweite Januarwoche – hat für europäische Wettende ungewöhnliche Spielzeiten zur Folge: Matches beginnen oft nachts oder in den frühen Morgenstunden Schweizer Zeit. Wer auf Live-Märkte wetten will, ist damit ausserhalb der üblichen Tageszeiten unterwegs.
Das letzte Stichwort ist wichtig. Wer zu ungewohnter Zeit auf ein Match wettet, setzt dieselben Verlustlimiten und kann dieselbe Spielsperre nutzen wie bei jedem anderen Ereignis – die Uhrzeit ändert am Schutz nichts.
Vergleich: Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport Seite an Seite
Die zwei bewilligten Veranstalter lassen sich direkt vergleichen. Beide führen das gleiche Produkt unter verschiedenen Namen, beide sind Grossspielveranstalter unter dem BGS, beide unterstehen der Gespa. Wo sie sich unterscheiden, ist vor allem die Gebietsaufteilung, die Marke und das Detail der Online-Teilnahme.
| Einordnung | Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / bewilligte Lizenz |
|---|---|---|---|
| Deutschschweiz, Tessin, Liechtenstein | Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung unter BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Westschweiz (FR, GE, JU, NE, VD, VS) | Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung unter BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne |
Was die Tabelle nicht zeigt: Beide Produkte decken dasselbe – Sportwetten, Wettprogramm, Quoten – und beide müssen sich an die Gespa-Liste der bewilligten Märkte halten. Wer innerhalb seines Vertragsgebiets wohnt, hat die Wahl zwischen Marke und Sprache; wer im anderen Sprachgebiet wohnt, hat formal keine Wahl und meldet sich beim für seinen Wohnsitz zuständigen Veranstalter an.
Ausländische Anbieter im Vergleich: warum sie hier auftauchen
Die folgenden Anbieter tauchen in Werbung und Vergleichsportalen regelmässig auf und werden deshalb auch in einem Schweizer Kontext erwähnt, obwohl sie keine Schweizer Bewilligung haben. Sie sind hier als Referenz aufgeführt – niemand in der Schweiz kann sie legal nutzen, und sie sind keine Alternative zur Frage «wo wette ich auf die Australian Open». Wer sich dort anmeldet, verlässt den Schutz des BGS.
Rainbet
Rainbet verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Die Plattform ist in der Schweiz nicht zugelassen und an das Schweizer Sperrregister nicht angeschlossen. Spieler haben im Streitfall keine Schweizer Anlaufstelle.
BassBet
BassBet verfügt über keine Schweizer Bewilligung und unterliegt nicht der Gespa-Aufsicht. Die Plattform kann über die Sperrliste der Gespa per DNS-Sperre blockiert werden.
DirectionBet
DirectionBet verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz – falls vorhanden – hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer hier wettet, hat keinerlei Schweizer Schutz.
Betovo
Betovo verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Die Plattform ist in der Schweiz nicht zugelassen, eine ausländische Lizenz hat im Inland keine Kraft.
Rollbit
Rollbit verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Die Plattform unterliegt nicht der Schweizer Aufsicht, kein Anschluss an das hiesige Sperrregister.
Sportuna
Sportuna verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung, Anbieter kann über die Sperrliste geblockt werden.
Cloudbet
Cloudbet verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung.
Bahigo
Bahigo verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung.
Was den Vergleich mit den Schweizer Veranstaltern betrifft: Der entscheidende Punkt ist nicht, ob diese Plattformen bessere Quoten bieten – das wäre Spekulation, da keine verifizierten Schweizer Quoten für sie vorliegen. Der entscheidende Punkt ist, dass der gesamte Schutzrahmen des BGS – Limits, Spielsperre, Auszahlung an ein Konto im eigenen Namen, Steuerfreibetrag bei Gewinnen unter dem Schwellenwert – nur bei Swisslos und Loterie Romande greift. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, gibt diesen Rahmen auf.
Operator-Steckbriefe: was die zwei bewilligten Veranstalter konkret bieten
Swisslos Sporttip
Swisslos Sporttip ist die Schweizer Sportwette im engeren Sinne. Der Veranstalter – die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel – deckt die Deutschschweiz, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein ab und betreibt das grösste Vertriebsnetz des Landes. Im Geschäftsbericht 2025 weist Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio. aus, davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz; aus den Sportwetten allein stammen CHF 109 Mio. (Vorjahr CHF 122 Mio.).
Für die Australian Open heisst das praktisch: Wer Sporttip nutzt, hat Zugang zu Prematch-Wetten auf alle Hauptrundenmatches, Standardmärkten (Sieger, Satz, Spiele Über/Unter) und einer Live-Wette während der Matches. Eine Live-Übertragung bietet Sporttip nicht für jedes Turnier – Tennis ist nicht durchgehend im Live-Stream verfügbar. Cash-Out funktioniert online für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vollständig, ohne Teilauszahlung, und nicht garantiert pro Markt. Wer Sporttip online nutzt, ist den Online-Bedingungen vom 13. Januar 2025 unterstellt, mit Ausweisprüfung und Wohnsitz im Vertragsgebiet.
Die Limits setzen Spielerinnen und Spieler selbst: CHF 1 bis CHF 9’999 pro Tag sind möglich, unter 21 Jahren nur bis CHF 1’000. Eine Erhöhung greift erst nach 72 Stunden. Sporttip akzeptiert Wetten zwischen CHF 1 und CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette, bis CHF 10’000 pro Systemwette. Werbung mit Bonusangeboten ist bei Sporttip sichtbar – etwa Quotenboosts und Profitboosts – aber an enge Bedingungen geknüpft: Boosts gelten nur für online Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei Cash-Out verfällt der Boost.
Was den Vergleich mit Loterie Romande betrifft: Sporttip bedient eine grössere Fläche, ist dichter im Markt präsent (mehr Verkaufsstellen, breitere Online-Reichweite) und hat das grössere Produktportfolio im Verbund mit Lotteriespielen. Wer in der Deutschschweiz wohnt, hat keine Wahl – Sporttip ist die einzige legale Online-Adresse.
Loterie Romande Jouez Sport
Jouez Sport ist das westliche Gegenstück zu Sporttip, geführt von der Loterie Romande mit Sitz in Lausanne und 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz. Das Vertragsgebiet umfasst die sechs Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.
Das Produkt selbst unterscheidet sich strukturell nicht von Sporttip: Beide sind unter dem BGS bewilligt, beide müssen die Gespa-Liste der bewilligten Märkte einhalten, beide arbeiten mit denselben Schutzmechanismen (Verlustlimiten, Spielsperre, Identitätsprüfung). Im Detail variieren die Begriffe, die Grenzwerte und das Online-Erlebnis – etwa die Sprache der Benutzeroberfläche (Französisch statt Deutsch) und die Höhe der Einsatzlimiten.
Für die Australian Open gilt dasselbe Sortiment: Prematch auf alle Hauptrundenmatches, Live während der Matches, Standardmärkte und Wetten auf Gesamtzahl Spiele oder Satzwetten. Cash-Out ist verfügbar, vollständig, online. Wer in der Romandie wohnt, hat mit Jouez Sport die einzige legale Adresse für eine Online-Sportwette.
Ausländische Anbieter im Steckbrief: was zu beachten ist
Die acht ausländischen Anbieter – Rainbet, BassBet, DirectionBet, Betovo, Rollbit, Sportuna, Cloudbet, Bahigo – haben in der Schweiz keine Bewilligung. Sie sind hier aufgeführt, weil Schweizer Spielerinnen und Spieler in Werbung und Social Media auf sie stossen, und weil die Erwähnung im Vergleich den Unterschied sichtbar macht.
Was sie konkret nicht bieten: keine Schweizer Bewilligung, keinen Anschluss an das Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Anlaufstelle bei Streit, keine Verlustlimiten-Pflicht nach BGS, keine Auszahlung an ein Konto im eigenen Namen gemäss Art. 50 Abs. 2 VGS, keine Anwendung des Steuerfreibetrags (kantonale Praxis Thurgau: Gewinne aus ausländischen Grossspielen sind voll steuerbar). Wer sich dort anmeldet, tut das auf eigenes Risiko – Domain-Sperren sind jederzeit möglich, Auszahlungen an Schweizer Banken sind vom Anbieter abhängig, Streit wird nach ausländischem Recht ausgetragen.
Was sie im Vergleich zu Sporttip oder Jouez Sport konkret bieten, ist für Schweizer Spielerinnen und Spieler nicht verifiziert. Es liegt keine geprüfte Quelle zu deren Quoten, Limits, Boni oder Auszahlungszeiten für diesen Markt vor.
Steuern und Auszahlung: was am Ende vom Gewinn übrig bleibt
Das BGS regelt nicht die Besteuerung der Gewinne. Dafür ist das Steuerharmonisierungsgesetz und die kantonale Praxis zuständig. Drei Punkte entscheiden, was eine Wettende Person deklarieren muss.
Steuerfreibetrag bei Gewinnen aus bewilligten Grossspielen
Gewinne aus Swisslos und Loterie Romande sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Auf Bundesebene liegt der Schwellenwert seit 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (im Vorjahr CHF 1’070’400). Was über dem Schwellenwert liegt, wird vom Veranstalter mit 35 % Verrechnungssteuer belastet, die über die Steuererklärung rückforderbar ist.
Was «je nach Kanton» heisst: Der kantonale Schwellenwert kann unter dem bundesrechtlichen liegen oder anders ausgestaltet sein. Was genau für den Wohnsitzkanton gilt, ist Sache der kantonalen Steuerverwaltung. Wer unter dem Schwellenwert bleibt, zahlt auf Bund und Kanton nichts – weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer. Die allermeisten Sportwetten-Gewinne fallen in diesen Bereich.
Gewinne aus ausländischen Anbietern
Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, fällt nicht unter den Steuerfreibetrag für bewilligte Grossspiele. Das Bundesgericht und die kantonale Praxis behandeln solche Gewinne als reguläres Einkommen – im Kanton Thurgau ausdrücklich als voll steuerbar, unabhängig von der Höhe. Auch bei kleineren Gewinnen kann das eine Steuererklärungspflicht auslösen, die bei einem bewilligten Anbieter nicht angefallen wäre.
Wettsteuer auf den Einsatz
Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz existiert nicht. Wer bei Sporttip oder Jouez Sport CHF 100 einsetzt, setzt CHF 100 – nicht CHF 100 minus einer Steuer. Das unterscheidet den Schweizer Markt von Märkten wie Deutschland, wo ein Teil des Einsatzes zugunsten des Fiskus abgezogen wird.
Auszahlung auf das eigene Konto
Der Gewinn wird nach Abschluss des Events auf das Spielerkonto gebucht und kann auf ein Bankkonto oder eine Zahlungsverbindung im Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers ausgezahlt werden. Art. 50 Abs. 2 VGS verbietet die Auszahlung an Dritte oder an anonyme Zahlungsmittel. Was als Zahlungsmittel zugelassen ist, hängt vom jeweiligen Veranstalter ab – eine pauschale Aussage über die akzeptierten Methoden macht das BGS nicht.
Wer auf die Australian Open wetten will – und wer nicht
Diese Seite richtet sich nicht an alle. Sie richtet sich an Leserinnen und Leser, die konkret wissen wollen, wie sie in der Schweiz auf das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres setzen können. Drei Profile passen gut, eines nicht.
Profil A: der sporadische Wettende
Wer zwei-, dreimal im Jahr auf ein Tennisturnier setzt, vielleicht eine Siegerwette auf den Favoriten und ein, zwei Live-Wetten während des Finales, ist mit dem Schweizer System gut bedient. Sporttip und Jouez Sport bieten genug Märkte für Gelegenheitswetten, die Verlustlimiten lassen sich konservativ setzen, die Spielsperre ist da, falls das Interesse überhandnimmt. Was diese Lesenden beachten sollten: Die Online-Registrierung verlangt Ausweis und Wohnsitznachweis; eine Pre-Registrierung am Verkaufsautomaten ist nicht möglich.
Profil B: der Tennis-Spezialist
Wer Turniere über die ganze Saison verfolgt und seine Wetten auf Ranglistenergebnisse, Satzwetten und Live-Linien stützt, findet im Schweizer System mehr Schranken als auf ausländischen Plattformen. Die Gespa-Liste begrenzt das Wettangebot; Cash-Out ist vollständig oder gar nicht; eine Auszahlung läuft immer über ein Konto im eigenen Namen. Das ist kein Nachteil, wenn man den Schweizer Markt nutzt – aber wer Marge und Spezialmärkte vergleicht, wird feststellen, dass die Auswahl enger ist.
Profil C: der Wettende mit Wohnsitz im anderen Sprachgebiet
Wer als Wochenaufenthalter in einem anderen Kanton arbeitet oder aus persönlichen Gründen näher an einem anderen Veranstalter wohnen möchte: Die Online-Registrierung orientiert sich am Wohnsitz. Ein Umzug während des Turniers bedeutet eine neue Registrierung. Wer die Schweiz verlässt, kann das Konto nicht weiter nutzen.
Wer nicht in dieses Profil passt
Wer ein globales Wettkonto bei einem Multi-Brand-Anbieter mit Dutzenden Ländern sucht, wer Krypto-Auszahlungen erwartet, wer Bonuscode-Farmen betreibt – all das findet im Schweizer Markt nicht statt. Das BGS begrenzt die Strukturen bewusst, und der Markt besteht aus zwei Veranstaltern. Wer mit dem Angebot nicht zufrieden ist, hat keine legale Alternative im Inland.
Häufige Fragen
Wann fanden die Australian Open zuletzt statt, und wann ist die nächste Ausgabe?
Die Australian Open 2026 liefen vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne. Die Ausgabe 2027 ist für den 17. bis 31. Januar 2027 angesetzt. Zwischen Ende Februar und Anfang Januar gibt es kein Grand-Slam-Turnier auf Hartplatz; wer im Sommer auf ein anderes Hartplatzturnier wetten will, findet im US Open den Gegenpol im Spätsommer.
Darf in der Schweiz auf die Australian Open gewettet werden, und bei welchem Veranstalter?
Ja, aber nur bei zwei Veranstaltern: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide stützen sich auf das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), beide unterstehen der Gespa. Welcher Veranstalter zuständig ist, hängt vom Wohnsitzkanton ab: Deutschschweiz und Tessin plus Liechtenstein fallen zu Swisslos, die Westschweiz zu Loterie Romande.
Wie wirkt sich der Match-Tiebreak im Entscheidungssatz auf Wetten auf Satz und Spielausgang aus?
Bei 6:6 wird ein Tiebreak gespielt; im Entscheidungssatz ist es ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Für Wettende heisst das: Bei den Herren endet das Match spätestens nach fünf Sätzen mit einem Match-Tiebreak; bei den Damen nach drei Sätzen. Wer auf die Anzahl Spiele wettet, sollte die statistische Verteilung berücksichtigen – Fünf-Satz-Matches bei den Herren verzerren den Mittelwert nach oben.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?
Der Gewinn ist Einsatz mal Quote – bei einer Kombiwette Einsatz mal Gesamtquote (dem Produkt der Einzelquoten). Bei Swisslos wird der Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter vom Umsatz behält: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ) für alle Ausgänge eines Marktes, Marge = 100 % minus Auszahlungsquote. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit 1.90 / 1.90 liegt die Marge nahe 5 %.
Welche Verlustlimiten gelten, und wie lässt sich eine Spielsperre beantragen?
Bei Sporttip sind die Obergrenzen CHF 9’999 für 1, 7 und 30 Tage (unter 21 Jahren CHF 1’000); eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine Spielsperre ist online für 1 bis 180 Tage möglich, ohne vorzeitige Aufhebung, oder unbefristet – letztere wird ins schweizweite Sperrregister eingetragen und gilt auch für Casinos. Die Aufhebung einer Sperre ist frühestens nach drei Monaten möglich, unter Einbezug einer Fachstelle.
Wie funktioniert der Steuerfreibetrag bei Wettgewinnen, und was heisst «je nach Kanton»?
Gewinne aus bewilligten Grossspielen wie Sporttip oder Jouez Sport sind auf Bundesebene bis CHF 1’071’000 pro Einzelgewinn steuerfrei (Stand 1. Januar 2026). Der kantonale Schwellenwert kann tiefer liegen, weshalb die kantonale Steuerverwaltung Auskunft gibt. Über dem Schwellenwert zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung rückforderbar ist. Bei Gewinnen aus ausländischen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung ist die kantonale Praxis anders – im Kanton Thurgau etwa sind solche Gewinne voll steuerbar.
Erstellt von der Redaktion von „Wettprognoseportal”.
